Portfolio-Architekt https://portfolio-architekt.de Wertpapierportfolios mit Leichtigkeit verstehen Wed, 16 Oct 2019 17:31:46 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.12 Wie man mittels einfacher Sektor-ETFs den S&P500 outperformt I Teil 2 https://portfolio-architekt.de/wie-man-mittels-einfach-sektor-etfs-den-sp500-outperformt-i-teil-2/ https://portfolio-architekt.de/wie-man-mittels-einfach-sektor-etfs-den-sp500-outperformt-i-teil-2/#respond Sun, 13 Oct 2019 18:04:23 +0000 https://portfolio-architekt.de/?p=937 Der Beitrag Wie man mittels einfacher Sektor-ETFs den S&P500 outperformt I Teil 2 erschien zuerst auf Portfolio-Architekt.

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Wie man mittels einfacher Sektor-ETFs den S&P500 outperformt I Teil 2

Im ersten Artikel zu dieser Artikelserie wurde ein einfaches Handelssystem auf Basis des Mometum-Effekts erstellt, welches im Betrachtungszeitraum von 1930 – 2018 den S&P500 outperformt hat. Falls Du diesen Artikel noch nicht gelesen hast, dann findest Du ihn hier. Er legt die Grundlage für das zweite Handelssystem in diesem Artikel.

Wir wollen nun im zweiten Handelssystem uns nicht nur länger auf ein Long-Only Portfolio beschränken, sondern werden immer die gleiche prozentuale Gewichtung in Long und Shorts investieren.

  1. Handelssystem

Der große Nachteil des ersten Handelssystem waren die Phasen der sehr hohen Drawdowns, durch die Aufhebung der Long-Only Regel wollen wir testen, ob dadurch der Drawdown des Systems gesenkt werden kann.

Das zweite System berechnet genau wie das erste die Renditen der letzten 3 – 12 Monate und ordnet die verschiedenen Sektoren von der höchsten Rendite abwärts. So wird bspw. die Rendite der letzten drei Monate für jeden Sektor einzeln berechnet um sie anschließend zu ordnen. Nachdem die Sektoren der Größe nach geordnet wurden, wird folgendermaßen investiert.

  • L/S 1: Long in den besten und Short im schlechtesten Sektor.
  • L/S 2: Die besten 2 Sektoren Long und die schlechtesten 2 Sektoren short.
  • L/S 3: Die besten 3 Sektoren Long und die schlechtesten 3 Sektoren short.
  • L/S 4: Die besten 4 Sektoren Long und die schlechtesten 4 Sektoren short.
  • L/S 5: Die besten 5 Sektoren Long und die schlechtesten 4 Sektoren short.

Am Ende eines jeden Monats werden die Renditen der Sektoren neu berechnet und ein neues Ranking erstellt. Anhand dieses Rankings werden die oben genannten Strategien (L/S 1 – 5) umgesetzt und getestet.

  • 3-Monats-Ranking


1 2 3 4 5
CAGR -1,14% -0,93% -0,68% -0,70% -1,32%
Std. Abw. 19,85% 14,75% 12,33% 10,20% 8,82%
Sharpe-Ratio -0,23 -0,29 -0,33 -0,40 -0,54
Max DD -97,77% -94,06% -91,96% -85,81% -90,97%
% Positive Monate 51,36% 51,83% 50,70% 49,86% 49,11%


1 2 3 4 5
CAGR -1,51% -0,01% -0,61% -1,17% -1,58%
Std. Abw. 21,40% 15,62% 13,03% 10,76% 9,56%
Sharpe-Ratio -0,23 -0,22 -0,31 -0,43 -0,52
Max DD -92,59% -87,76% -88,97% -88,98% -89,33%
% Positive Monate 51,08% 53,14% 53,05% 53,05% 51,27%


1 2 3 4 5
CAGR -1,51% -0,01% -0,61% -1,17% -1,58%
Std. Abw. 21,40% 15,62% 13,03% 10,76% 9,56%
Sharpe-Ratio -0,23 -0,22 -0,31 -0,43 -0,52
Max DD -92,59% -87,76% -88,97% -88,98% -89,33%
% Positive Monate 51,08% 53,14% 53,05% 53,05% 51,27%


 

1 2 3 4 5
CAGR 2,37% 1,30% 0,14% 0,23% -0,61%
Std. Abw. 21,75% 15,72% 13,07% 11,08% 9,61%
Sharpe-Ratio -0,05 -0,13 -0,25 -0,29 -0,42
Max DD -69,73% -72,04% -76,40% -71,65% -78,77%
% Positive Monate 52,67% 53,23% 52,86% 52,39% 50,98%

 Fazit

Die Performance des zweiten Handelssystem hat sich extremst verschlechtert. Das 3- und das 6-Monats-Ranking weisen bei allen Varianten Verluste auf. Viele der getesteten Varianten wären in der Praxis als Totalverlust zu definieren, da nicht mehr genügend Kapital zur Aufrechterhaltung des Handels aufgebracht werden könnte. Zudem weisen alle Systeme negative Sharpe-Ratios aus, womit definitiv festgehalten werden kann, dass das zweite getestete Handelssystem einen totalen Reinfall darstellt.

Nichtsdestotrotz bleibt der Momentum-Effekt eine attraktive Anlagemöglichkeit für viele Anleger, weshalb die Methodik des ersten Handelssystems im dritten Handelssystem beibehalten und durch einen Timing-Mechanismus ergänzt wird. Durch das Timing sollen die Phasen der hohen Drawdowns vermieden und gleichzeitig die Performance konstant gehalten werden. Diese Methodik wird im dritten Teil dieser Artikelserie vorgestellt und getestet.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

Dein Felix von Portfolio-Architekt

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Wie man mittels einfacher Sektor ETFs den S&P500 outperformt

In dieser Artikelserie wird der Momentum-Effekt, der durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt wurde, dargestellt und anschließend wird versucht eine für Privatanleger simple Methodik zu entwickeln, um diesen Effekt nutzen zu können. Alle hier getesteten Sektoren werden durch ETFs abgedeckt, in die jeder Privatanleger ganz einfach investieren könnte. Die verschiedenen Ansätze werden dabei von mir mit historischen Daten getestet und mit einem einfachen Buy-and-Hold Portfolio verglichen.

Der Begriff des Momentums kommt ursprünglich aus der Physik und basiert auf dem zweiten Gesetz von Isaac Newton. An den Finanzmärkten wird Momentum ganz ähnlich interpretiert, und zwar wird davon ausgegangen, dass eine Aktie, die einen Preisanstieg erfährt, über einen gewissen Zeitraum diesen Preisanstieg fortführen wird. Der sogenannte Momentum-Effekt konnte sogar von wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden. Folglich ist die zukünftige Rendite einer Aktie abhängig von ihrer historischen Performance. Jegadeesh und Titman fanden 1993 heraus, dass Firmen die in den letzten drei bis zwölf Monaten höhere Rendite aufwiesen als Firmen, die im selben Zeitraum schlechter performt haben, auch weiterhin eine höhere Rendite erwirtschaften werden. Die Studie bezog sich dabei lediglich auf den amerikanischen Aktienmarkt, jedoch konnte derselbe Effekt auch für europäische Aktien nachgewiesen werden. Sogar in anderen Märkten wie bspw. Rohstoffen wurde ein Momentum-Effekt nachgewiesen. An dieser Stelle kann also festgehalten werden, dass sich dieser Effekt nicht nur auf einzelne Märkte begrenzt, sondern in einer Vielzahl von Anlageklassen vorzufinden ist.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Momentum an den Finanzmärkten: einen relativen und einen absoluten Momentum-Effekt. Der relative Effekt misst die Performance einer Aktie in Vergleich zu der Performance einer weiteren Aktie. Eine auf diesem Effekt basierende Strategie könnte bspw. die am besten performenden 30 Prozent des S&P500 kaufen und die am schlechtesten performenden 30 Prozent shorten. Die Berechnung der Performance bezieht sich hier auf die Rendite über einen Zeitraum von 3 bis 12 Monaten, je nachdem welches Zeitfenster man auswählt. Der absolute Effekt ist die sogenannte Trendfolgestrategie. Dabei wird angenommen, dass eine Aktie die einen Preisanstieg erfährt bzw. einen Aufwärtstrend aufweist, diesen in der Zukunft fortsetzen wird.

Wissenschaftlicher Nachweis

Tobias Moskowitz hat in seinem 2010 veröffentlichten Paper „Explanations for the Momentum Premium“ herausgefunden, dass es in über 40 Ländern und in dutzenden Anlagekassen ein Momentum-Effekt existiert. Weiter haben Clifford Asness, Tobias Moskowitz und Lasse Pedersen in ihrer 2013 veröffentlichten Studie „Value and Momentum Everwhere“ den Momentum- und den Value-Effekt in acht verschiedenen Märkten und Anlageklassen untersucht und dargestellt. Eine internationalere Untersuchung wurde von Eugen Fama und Kenneth French in ihrer 2012 veröffentlichten Studie „Size, Value, and Momentum in International Stock Returns“ durchgeführt. Darin wurden Aktienrenditen von insgesamt 23 Ländern untersucht, dabei stellten die Autoren fest, dass der Momentum-Effekt in sämtlichen Ländern signifikant war, außer in Japan. Das durchschnittliche weltweite Momentum-Premium betrug 0,62 Prozent pro Monat. Premium bedeutet in diesem Fall, dass der Effekt gegenüber einer risikofreien Anlage eine höhere Performance erbracht hat.

Die längste Untersuchung über den Momentum-Effekt wurde von Christoher C. Geczy und Mikhail Samonov durchgeführt. In ihrem 2015 veröffentlichten Paper „2015 Years of Global Multi-Asset Momentum: 1800-2014.“ haben sie insgesamt 47 verschiedene Länderindizes, 48 Währungen, 43 Staatsanleihen Indizes, 46 Rohstoffe, 301 globale Sektoren und 34795 US-Aktien auf den Momentum-Effekt untersucht. Dabei fanden sie einen signifikanten Momentum-Effekt in allen Anlageklassen.

Datenbasis

Die folgenden Handelssysteme werden alle auf dem relativen Momentum-Effekt basieren. In der Analyse werden 10 verschiedene Sektoren des S&P500 verwendet, da für diese eine sehr gute Datenbasis existiert. Die Sektoren, die für dieses Handelssystem verwendet werden, sind die folgenden:

Sektor
Consumer Non-Durables
Consumer Durables
Manufacturing
Energy
Technology
Telecom
Shops
Health
Utilities
Other Sectors

Die reale Performance aller Sektoren, des S&P500 sowie einem erstellten Sektor-Portfolio, in dem die einzelnen Sektoren mit der gleichen Gewichtung einfließen, ist in folgender Grafik abgetragen.



Eine Übersicht über verschiedene Performancekennzahlen ist in den folgenden zwei Tabellen abgetragen:

1930 – 2018 S&P500 Sektor-Portfolio Nicht-Basiskonsumgüter Basiskonsumgüter Fertigungsindustrie Energie
CAGR 6,15% 7,01% 7,29% 6,14% 6,44% 7,07%
Std. Abw. 18,71% 17,83% 16,08% 26,44% 21,57% 20,74%
Sharpe-Ratio 0,31 0,38 0,43 0,22 0,28 0,33
Max DD. -74,88% -71,55% -60,22% -79,44% -81,64% -68,38%
% Positive Monate 59,42% 60,54% 58,11% 54,55% 57,83% 56,42%
CAGR $20.228 $41.532 $52.278 $20.052 $25.862 $43.873
1930 – 2018 Tech Telekommunikation Shops Gesundheitswesen Versorgungsindustrie Sonstige Sektoren
CAGR 6,28% 5,50% 7,25% 8,01% 4,85% 5,28%
Std. Abw. 24,81% 15,82% 20,05% 19,47% 18,50% 22,40%
Sharpe-Ratio 0,24 0,33 0,35 0,40 0,24 0,22
Max DD. -85,72% -76,40% -67,42% -60,48% -80,28% -85,50%
% Positive Monate 55,01% 57,17% 58,20% 58,29% 57,26% 57,83%
  1. Handelssystem

Das erste System berechnet die Renditen der letzten 3 – 12 Monate und ordnet die verschiedenen Sektoren von der höchsten Rendite abwärts. So wird bspw. die Rendite der letzten drei Monate für jeden Sektor einzeln berechnet um sie anschließend zu ordnen. Nachdem die Sektoren der Größe nach geordnet wurden, wird in die Top 1 – 9 Sektoren investiert.

  • Top 1: Es wird 100% in den besten Sektor investiert.
  • Top 2: Es wird 50% in die besten 2 Sektoren investiert.
  • Top 3: Es wird 30% in die besten 3 Sektoren investiert.
  • Top 4: Es wird 25% in die besten 4 Sektoren investiert.
  • Top 5: Es wird 20% in die besten 5 Sektoren investiert.
  • Top 6: Es wird 16,67% in die besten 6 Sektoren investiert.
  • Top 7: Es wird 14,28% in die besten 7 Sektoren investiert.
  • Top 8: Es wird 12,50% in die besten 8 Sektoren investiert.
  • Top 9: Es wird 11,11% in die besten 9 Sektoren investiert.

Am Ende eines jeden Monats werden die Renditen der Sektoren neu berechnet und ein neues Ranking erstellt. Anhand dieses Rankings werden die oben genannten Strategien (Top 1 – 9) umgesetzt und getestet. In unserem ersten Handelssystem werden wir uns lediglich auf den Kauf von Sektoren beschränken. Später werden wir eine Strategie bzw. Regel für die Umsetzung von Leerverkäufen zu unserem Handelssystem hinzufügen.

Die Ergebnisse des Backtestings sehen wie folgt aus:

  • 3-Monats-Ranking

Das Ranking der einzelnen Sektoren am Monatsende wurde auf Basis der erzielten Rendite über die letzten 3 Monate erstellt.



1930 – 2018 Top 1 Top 2 Top 3 Top 4 Top 5
CAGR 13,15% 13,15% 13,18% 12,78% 12,12%
Std. Abw. 20,11% 18,53% 17,83% 17,65% 17,53%
Sharpe-Ratio 0,48 0,53 0,55 0,53 0,50
Max DD. -63,63% -65,68% -66,93% -70,25% -73,49%
% Positive Monate 60,36% 63,07% 62,51% 62,79% 62,61%
1930 – 2018 Top 6 Top 7 Top 8 Top 9 Sektor-Portfolio S&P500
CAGR 11,64% 11,12% 10,78% 10,54% 10,30% 9,41%
Std. Abw. 17,45% 17,49% 17,57% 17,77% 17,75% 18,65%
Sharpe-Ratio 0,47 0,44 0,42 0,40 0,39 0,32
Max DD. -75,16% -75,01% -76,24% -76,82% -77,14% -79,84%
% Positive Monate 62,89% 62,51% 62,32% 62,89% 62,79% 62,42%
  • 6-Monats-Ranking

Das Ranking der einzelnen Sektoren am Monatsende wurde auf Basis der erzielten Rendite über die letzten 6 Monate erstellt.



Top 1 Top 2 Top 3 Top 4 Top 5
CAGR 12,47% 13,85% 12,55% 12,40% 12,08%
Std. Abw. 20,85% 18,37% 17,52% 17,25% 17,14%
Sharpe-Ratio 0,43 0,57 0,52 0,52 0,51
Max DD. -84,94% -76,18% -73,91% -69,31% -70,50%
% Positive Monate 60,54% 63,45% 63,92% 62,98% 64,01%
Top 6 Top 7 Top 8 Top 9 Sektor-Portfolio S&P500
CAGR 11,68% 11,52% 10,94% 10,62% 10,30% 9,41%
Std. Abw. 17,18% 17,24% 17,38% 17,62% 17,75% 18,65%
Sharpe-Ratio 0,48 0,47 0,43 0,41 0,39 0,32
Max DD. -72,56% -72,95% -74,93% -76,44% -77,14% -79,84%
% Positive Monate 63,45% 63,82% 62,70% 62,98% 62,79% 62,42%
  • 9-Monats-Ranking

Das Ranking der einzelnen Sektoren am Monatsende wurde auf Basis der erzielten Rendite über die letzten 9 Monate erstellt.



Top 1 Top 2 Top 3 Top 4 Top 5
CAGR 14,69% 13,84% 12,52% 12,14% 11,87%
Std. Abw. 21,26% 18,83% 18,16% 17,71% 17,62%
Sharpe-Ratio 0,53 0,55 0,50 0,49 0,48
Max DD. -77,99% -70,28% -66,65% -68,13% -70,59%
% Positive Monate 61,29% 63,36% 63,36% 64,10% 63,64%
Top 6 Top 7 Top 8 Top 9 Sektor-Portfolio S&P500
CAGR 11,68% 11,34% 10,99% 10,70% 10,30% 9,41%
Std. Abw. 17,60% 17,42% 17,50% 17,59% 17,75% 18,65%
Sharpe-Ratio 0,47 0,45 0,43 0,41 0,39 0,32
Max DD. -71,86% -73,63% -75,21% -77,00% -77,14% -79,84%
% Positive Monate 63,82% 63,73% 63,82% 63,17% 62,79% 62,42%
  • 12-Monats-Ranking

Das Ranking der einzelnen Sektoren am Monatsende wurde auf Basis der erzielten Rendite über die letzten 12 Monate erstellt.



Top 1 Top 2 Top 3 Top 4 Top 5
CAGR 15,42% 13,89% 13,37% 12,99% 12,60%
Std. Abw. 20,93% 18,51% 17,61% 17,38% 17,26%
Sharpe-Ratio 0,57 0,57 0,57 0,55 0,53
Max DD. -67,24% -68,43% -65,09% -67,33% -68,57%
% Positive Monate 61,86% 62,51% 62,89% 64,20% 64,67%
Top 6 Top 7 Top 8 Top 9 Sektor-Portfolio S&P500
CAGR 12,33% 11,52% 11,26% 10,78% 10,30% 9,41%
Std. Abw. 17,29% 17,29% 17,51% 17,61% 17,75% 18,65%
Sharpe-Ratio 0,52 0,47 0,45 0,42 0,39 0,32
Max DD. -69,31% -73,59% -75,95% -76,78% -77,14% -79,84%
% Positive Monate 63,73% 63,36% 63,64% 63,26% 62,79% 62,42%

Fazit

Die getesteten Strategien des ersten Handelssystem schneiden alle im Vergleich zur Benchmark, einem Buy-and-Hold Portfolio bestehend aus S&P500, äußerst gut ab. Die Renditen sind durchweg konstant höher, was die Existenz sowie die Robustheit des Momentum-Faktors bestätigten.

Im nächsten Schritt werden wir nun das Verbot des Leerverkaufs aufheben, um zu überprüfen, ob dadurch evtl. eine Performanceverbesserung eintritt. Zudem ist der maximale Drawdown unserer Strategie in allen getesteten Zeiträumen mit mindestens 60% sehr hoch. Durch die Weiterentwicklung des Ansatzes wird der maximale Drawdown später ebenfalls verringert.

Im nächsten Artikel wird wie bereits erwähnt die Strategie erweitert, um die Performance noch einmal zu verbessern. Zudem wird in einem dritten Artikel versucht, das Risiko bzw. der maximale Drawdown zu verringern, da lange Phasen hoher Drawdowns ein großes psychologisches Problem darstellen.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

Dein Felix von Portfolio-Architekt

PS: In diesem Test wurden von mir keine Transaktionskosten berücksichtigt. Das wird in einem der weiteren Artikel zu dieser Serie folgen!

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]]> https://portfolio-architekt.de/wie-man-mittels-einfacher-sektor-etfs-den-sp500-outperformt/feed/ 0 Ray Dalio | Der bevorstehende Paradigmenwechsel https://portfolio-architekt.de/der-bevorstehende-paradigmenwechsel/ https://portfolio-architekt.de/der-bevorstehende-paradigmenwechsel/#comments Sun, 06 Oct 2019 18:12:06 +0000 https://portfolio-architekt.de/?p=909 Der Beitrag Ray Dalio | Der bevorstehende Paradigmenwechsel erschien zuerst auf Portfolio-Architekt.

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Lesezeit ~ 8 Minuten

Ray Dalio | Der bevorstehende Pradigmenwechsel

Im vorhergehenden Artikel habe ich bereits die Erkenntnisse von Ray Dalio bezüglich der Paradigmen der letzten 100 Jahre zusammengefasst. Im Folgenden wird es sich nun nicht mehr um die Vergangenheit drehen, sondern es folgen Ray Dalios konkrete Gedankengänge zu dem uns bevorstehenden Paradigmenwechsel.

Die zentralen Kräfte hinter dem Paradigmenwechsel im Jahr 2009 waren die folgenden:

1. Zentralbanken haben die Zinsen auf ein Niveau gesenkt und gleichzeitig in einem Ausmaß ihr Quantitative Easing (QE) Programm ausgeweitet, das nicht nachhaltig ist.

Die Stimulierung der Märkte führte sowohl direkt, durch den tatsächlichen Kauf von Vermögenswerten, als auch indirekt, durch die Senkung der Zinssätze und die damit einhergehenden Aktienrückkäufe, Akquisitionen und den Käufen im Private Equity und Immobilienbereich, zu einer Erhöhung der Vermögenspreise. Jedoch stößt die von den Zentralbanken eingeschlagene Politik an ihre Grenzen, da die Zinsen nicht mehr viel weiter gesenkt werden können und das QE zudem zu einer Aufblähung der Vermögenspreise führt, was im Umkehrschluss die erwarteten nominalen und realen Renditen im Verhältnis zu Bargeld senkt. Die zunehmend pessimistischen Erwartungen bezüglich zukünftiger Renditen, die sich immer mehr denen von Bargeld annähern, führen dazu, dass die Anreize zum Kauf von Vermögenswerten immer weiter sinken. Somit wird es immer schwieriger für einen weiteren Preisanstieg zu sorgen. Ein weiterer Nebeneffekt, der eben beschriebenen Mechanismen ist, dass Anleger zunehmend in alternative Geldformen wie bspw. Gold ausweichen.

Da die aktuelle Geldpolitik weitestgehend ausgereizt scheint und die Schuldenprobleme vieler Bereiche wie bspw. Pensions- oder Gesundheitsverpflichtungen ebenfalls nicht gelöst sind, werden andere Formen der Stimulierung der Wirtschaft immer wahrscheinlicher.

Man kann sich das folgendermaßen vorstellen:

Die Schulden der einen Person sind das Vermögen einer anderen und Geldpolitik schwankt hin und her zwischen a) der Unterstützung von Schuldnern auf Kosten der Gläubiger und b) der Unterstützung von Gläubigern auf Kosten der Schuldner. Im Fall von a) werden die Zinsen niedrig gehalten, was zu schlechten Renditen für die Gläubiger und zu einer guten Entlastung der Schuldner führt. Im Fall von b) passiert logischerweise genau das Gegenteil, was zu guten Renditen für Gläubiger und schmerzhaften Kosten für die Schuldner führt.

Laut Ray Dalio gibt es auf Basis der vorhergehenden Erklärungen folgendes zu tun:

„Wenn man sich ansieht, wer welche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten besitzt, sich fragt, wem die Zentralbank am meisten helfen muss und herausfindet, was sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Instrumenten am ehesten tun wird, kann man die wahrscheinlichsten geldpolitischen Veränderungen vorhersehen, die die Hauptgründe für Paradigmenwechsel sind.“

Laut Dalio ist es offensichtlich, dass den Schuldnern geholfen werden muss. Gleichzeitig verlieren die Kräfte des dahinterstehenden Paradigmas (Zinssenkungen und QE) zunehmend an Kraft. Deshalb wird die Monetarisierung von Schulden und Währungsabwertungen in Zukunft zunehmen, was dazu führen wird, dass der Wert des Geldes und die realen Renditen für Gläubiger sinken werden. Die Zentralbank wird sich an die Schmerzgrenze der Gläubiger herantasten, um herauszufinden, wie weit sie die realen Zinsen senken kann bevor diese ihr Vermögen in alternative Anlageklassen umschichten. Ray Dalio weist allerdings deutlich darauf hin, dass diese Verschiebung nicht sofort eintreten muss, sondern diese Mechanismen lediglich erahnen lassen, wie das bevorstehende Paradigma aussehen könnte.

Die folgende Grafik stellt sowohl die Änderung der Zinsen als auch des QE dar.



Die drei folgenden Grafiken zeigen dies ebenfalls nochmal für den US-Dollar, den Euro und den Yen seit 1960. Es ist klar erkennbar, dass sobald die Zinsen die 0% Marke erreicht hatten in allen Ökonomien massenweise Geld gedruckt wurde. Die EZB beendete ihr QE Programm Ende letzten Jahres, wobei die BoJ immer noch das Geldangebot erhöht. Jetzt, da sich die Aussichten des Wirtschaftswachstums eintrüben und die Inflation immer noch unter ihrem Zielniveau verharrt, wenden sche alle drei Zentralbanken doch wieder ihrem alten Paradigma zu.




2. Durch die enorme Menge Geld, die in das Finanzsystem gelangte, gab es eine Welle von Aktienrückkäufen, Übernahmen und riesige Beträge wurden in den Bereichen Private Equity und Venture Capital investiert.

Durch diese Vorgänge wurden Aktien und andere Vermögenswerte in die Höhe getrieben, was die zukünftigen Renditeerwartungen gesenkt hat. Zudem hat dies dazu geführt, dass Bargeld heutzutage fast komplett wertlos ist. Diese beiden Vorgänge resultierten in einer Vergrößerung der Kluft zwischen Arm und Reich, was wiederum eine Art antikapitalistische Stimmung hervorgerufen hat und den Druck auf die Zentralbank erhöht, die Geldpolitik mehr in Richtung der Leute zu richten die keine Investoren/Kapitalisten sind.

3. Gewinnmargen wuchsen aufgrund der starken Automatisierung und gleichzeitigen Globalisierung stark an, was folglich die Kosten von Arbeit senkte.

Die folgenden zwei Grafiken unterstützen die dritte Aussage von Ray Dalio. Zudem weißt er darauf hin, dass die Steigerungsrate der Gewinnmargen möglicherweise nicht nachhaltig und somit unter zukünftigen Bedingungen nicht aufrechterhalten werden kann. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die erhöhten Gewinne durch die Steigerung der Gewinnmarge lediglich den „Kapitalisten“ zukam und die Arbeiter hier sozusagen leer ausgingen.



4. Steuersenkungen führten zu einer erhöhten Bewertung von Aktien

Die erst kürzlich erlassenen Steuersenkungen in den USA führte zu einem Anstieg des Aktienmarktes. Jedoch erscheinen diese Kürzungen eher temporärer Natur und laut Dalio besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese reversiert werden, vor allem falls die Demokraten mehr an Macht gewinnen sollten.



Durch die bis hierher erläuterten ökonomischen Umweltzustände wurden die Aktienpreise deutlich in die Höhe getrieben. Ray Dalio bietet in der folgenden Grafik eine Einschätzung über die Entwicklung des S&P500, falls die einzelnen Preistreiber nicht eingetreten wären.



Der bevorstehende Paradigmenwechsel

Im Folgenden gibt Ray Dalio seine Gedankengänge zum kommenden Paradigmenwechsel wieder. Laut ihm wird den Zentralbanken in den nächsten Jahren, vor allem zu einem Zeitpunkt, in dem die Wirtschaft schwächelt, die Kraft zur Stimulierung der Märkte und der Wirtschaft ausgehen. Des Weiteren wird eine enorme Menge an Schulden und Verbindlichkeiten wie bspw. durch Pensionen und Gesundheitskosten fällig werden, welche nicht durch Vermögenswerte finanziert werden können.

Laut Dalio wird das vorherrschende Paradigma wahrscheinlich enden, wenn a) die Realzinsen auf ein Niveau gedrückt werden, dass Investoren, welche Schuldtitel halten, diese abstoßen und in andere Anlageklassen flüchten werden. Möglichkeit b) wäre, dass der große Bedarf an Geld zur Finanzierung von Verbindlichkeiten zur großen Krise beitragen wird. Da es zu jenem Zeitpunkt allerdings nicht genügend Geld zur Verfügung stehen wird, ist eine Kombination aus monetarisierten Defiziten, Währungsabwertungen und hohen Steuererhöhungen sehr wahrscheinlich. Höchstwahrscheinlich werden in dieser Periode Investoren von Schuldtiteln sehr niedrige oder negative Realzinsrenditen in schwächer werdenden Währungen erhalten, was de facto eine Art Vermögenssteuer darstellten wird.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden etwa 13 Billionen Dollar in Null- oder Unter-Null-Prozent Zinstiteln gehalten. Da diese Investitionen keinerlei Erträge erzielen, können sie höchstens als eine Art sicherer Hafen betrachtet werden, bis zu jenem Zeitpunkt zumindest, zu dem diese Schuldtitel noch schlechtere Realzinsen bieten oder die Zinsen steigen, da in diesem Fall der Preis dieser Titel fallen würde.

Bisher haben sich die Anleger über den Zinsrückgang gefreut, da sie einem Kursgewinn, der sich aus sinkenden Zinsen ergab, mehr Aufmerksamkeit schenkten als den sinkenden zukünftigen Renditen.

Die folgende Grafik erläutert dies. Sinken die Zinsen, steigt der der Barwert der Assets.



Der dargestellte Mechanismus wird enden, wenn die Zinsen ihren unteren Grenzwert erreichen (etwas unter 0%), die erwarteten Renditen für risikoreiche Vermögenswerte auf fast dieselbe erwartete Rendite für Barmittel gesenkt werden und die Nachfrage nach Geld zur Begleichung von Schulden, Pensions- und Gesundheitsverpflichtungen steigt. Es bleibt zwar noch ein wenig Spielraum, aber wirklich nicht mehr viel.

Die folgende Grafik bietet einen Überblick über die Welle an Verbindlichkeiten, die auf die USA zurast.



Da wie oben erläutert viel Geld entweder zinslos oder sehr schlecht verzinst angelegt wird, werden die kommenden Verbindlichkeiten nicht finanziert werden können, auch wenn die angelegte Summe riesig wirkt. Die Investoren bekommen kein ausreichendes Einkommen durch ihre Einlagen und müssen zur Finanzierung der Ausgaben teilweise ihre Vermögenswerte liquidieren. Im Umkehrschluss führt das dazu, dass sie a) ihre restlichen Vermögenswerte so anlegen müssen, dass sie eine höhere Rendite erzielen oder b) ihre Vermögenswerte zur Finanzierung der Ausgaben immer weiter liquidieren bis diese aufgebraucht sind.

In einer solchen Welt wird die Aufbewahrung des eigenen Geldes in Bargeld und Anleihen nicht mehr sicher sein. Anleihen stellen eine Forderung dar und Regierungen werden wahrscheinlich weiterhin Geld drucken, um ihre Schulden mit abgewertetem Geld zu begleichen. Das ist der einfachste und am wenigsten umstrittenste Weg, um die Schuldenlast zu reduzieren, ohne gleichzeitig die Steuern zu erhöhen.

Ray Dalio vermutet, dass Anleihen während dieser Zeit schlechte nominale und reale Renditen bieten werden. Grundsätzlich vermutet er, dass das neue Paradigma durch eine hohe Monetarisierung von Schulden gekennzeichnet sein wird, so wie es in den 1940er Jahren war.

Die große Frage, über die man sich zum jetzigen Zeitpunkt Gedanken machen sollte ist also, welche Anlageklassen in einem reflationären Umfeld, welches durch hohe fällig werdende Verbindlichkeiten geprägt wird und mit erheblichen internen Konflikten zwischen Kapitalisten und Sozialisten gut abschneiden werden. Zudem ist es auch ein guter Zeitpunkt, um sich zu fragen, welche Währung die beste sein wird, wenn die meisten Zentralbanken versuchen werden ihre eigene Währung abzuwerten.

Die meisten Menschen glauben nun, dass die besten Anlageklassen weiterhin Aktien und aktienähnliche Anlagen wie bspw.  Private Equity, Immobilien und Risikokapital darstellen, was grundsätzlich auch in Zeiten der Re-Inflationierung gilt. Infolgedessen ist die Welt „Long“ investiert und hält Vermögenswerte mit niedrigen realen und nominalen Renditeerwartungen, die auch historisch niedrige Renditen im Verhältnis zu Bargeld lieferten. Dalio jedoch denkt, dass diese keine wirklich guten realen Renditen erwirtschaften werden, sondern jene, die gut abschneiden, wenn Geld an Wert verliert wie bspw. Gold.

Hier endet der Artikel mit dem Hinweis, dass er bezüglich seiner Prognose bzw. der zukünftigen Bedeutung von Gold bald einen weiteren veröffentlichen wird. Sobald dies der Fall sein wird, werde ich diesen natürlich zusammenfassen, um die Artikelserie über die Paradigmenwechsel endgültig zu beenden. Ich hoffe meine Zusammenfassung war nicht allzu verstrickt und man konnte sich die ein oder andere Erkenntnis mitnehmen. Sehr zu empfehlen ist natürlich der englische Originalartikel, welcher hier zu finden ist.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

Dein Felix von Portfolio-Architekt

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Paradigmen und Paradigmenwechsel der letzten 100 Jahre

Um das eigene Portfolio auch in volatileren Marktbedingungen gut zu managen, bedarf es einem grundlegenden Verständnis der Marktzyklen. Diese Marktzyklen zeichnen bestimmte Umweltzustände ab, die einen signifikanten Einfluss auf das eigene Portfolio haben können. Nur wenig wurde bisher zu diesen Themen geschrieben, allerdings sind folgende zwei Bücher meiner Meinung nach äußerst zu empfehlen:

Das erste Buch gibt es als PDF hier kostenlos! In beiden Büchern wird u.a. beschrieben wie sich Marktzyklen entwickeln und vor allem wie es zu einem sogenannten Paradigmenwechsel kommt. Damit ist lediglich gemeint, dass sich ein Marktzyklus, welcher die letzten Jahre vorherrschte, dem Ende neigt und ein neuer, anderer Marktzyklus beginnt. Anstatt sich durch beide Bücher zu wälzen, gibt es einen kostenlosen Artikel von Ray Dalio, der kurz und prägnant die Paradigmenwechsel der USA der letzten 100 Jahre zusammenfasst und erläutert. Ich empfand diesen Artikel als sehr hilfreich und dachte mir, dass eine Zusammenfassung evtl. auch einigen Lesern nützen könnte.

Zu Beginn des Artikels erläutert Dalio einer seiner wichtigsten Anlagegrundsätze:

„Identifiziere das Paradigma, in dem du dich befindest, untersuche ob und wie dieses nicht nachhaltig sein könnte und visualisiere, wie der Paradigmenwechsel ablaufen wird, wenn das, was nicht nachhaltig ist, aufhört.“

In seinen rund 50 Jahren als globaler Makroinvestor hat Dalio mehrere solcher Paradigmenwechsel miterlebt und herausgefunden, dass relativ lange Zeiträume existieren(~10Jahre), in denen die Märkte bestimmten Prinzipien folgen, die sich innerhalb der gleichen Paradigmen wiederholen. Einen einzelnen solchen Zeitraum bezeichnet Dalio als Paradigma. Viele Investoren passen sich diesen Paradigmen an indem sie sie extrapolieren, also die vorliegenden Mechanismen in die Zukunft projizieren, bis gewisse Zusammenhängeaufhören zu existieren und es zu einem Paradigmenwechsel kommt. Da diese Paradigmen stets unterschiedlicher Natur und die Marktmechanismen dabei unterschiedlich sind, gelten die gelernten Investmentthesen für das jeweilige vorliegende Paradigma nicht mehr. Somit sind die Identifizierung und Steuerung eines solchen Paradigmenwechsels für den Erfolg als Investor von entscheidender Bedeutung.

Wie Paradigmenwechsel funktionieren

Der aktuelle Marktpreis spiegelt grundsätzlich die Erwartungen aller Anleger über die Zukunft wider, so dass ein ziemlich detailliertes Bild über die Erwartungshaltung der Zukunft abzuzeichnen ist. Jedoch ist es entscheidend zu verstehen, dass sich Märkte in Abhängigkeit davon bewegen, wie ökonomische Ereignisse im Verhältnis zu den Erwartungen eintreten. Sollte beispielsweise ein Zinsanstieg um 1 Prozent erwartet werden und dieser würde nun 2 Prozent betragen, so würde diese Abweichung von der Erwartung den Markt wahrscheinlich stark bewegen. Sollte dagegen der Zinsanstieg 1 Prozent betragen, würde sich relativ wenig abspielen, da dieses Ereignis korrekt über die Erwartungen der Zukunft eingepreist wurde.

Infolgedessen ist es wichtig in Bezug auf zukünftige Ereignisse genauer zu sein, als die breite Masse, da deren Erwartung bereits eingepreist ist. Somit ist es von essenzieller Wichtigkeit, Paradigmen und deren Wechsel zu verstehen. Grundsätzlich erläutert Dalio, dass die allgemeine Marktmeinung viel mehr von den aktuellen Geschehnissen geprägt wird, als von dem, was womöglich am wahrscheinlichsten ist. Das heißt im Umkehrschluss, dass grundsätzlich erwartet wird, dass sich das bestehende Paradigma fortsetzen wird und falls es dann zu einem Paradigmenwechsel kommt, die meisten Investoren nicht richtig positioniert sind.

Des Weiteren weißt Dalio in seinem Artikel darauf hin, dass große Paradigmenwechsel schon immer stattgefunden haben und diese meist aus den gleichen Gründen vonstattengingen. Zusätzlich gäbe es drei Gleichgewichte, die sobald sie aus der Balance kommen, einen solchen Wechsel einläuten. Diese wären die folgenden:

  • Schuldenwachstum = Einkommenswachstum
  • „Betriebsrate der Wirtschaft“ ist weder zu hoch noch zu niedrig
  • Rendite Bargeld < Rendite Anleihen < Rendite Aktien < Rendite anderer risikoreicher Assets

Grundsätzlich hatte jede Anlageklasse schreckliche Jahrzehnte, welche einen Anleger, sofern er einen Großteil seines Vermögens in einer Anlage konzentriert hatte, einen signifikanten Verlust gebracht hätte und im schlimmsten Fall sogar einen Totalverlust. Vor vielen Paradigmenwechseln erscheinen häufig neue Leitfäden wie das Vermögen eines Anlegers verwaltet werden sollte, jedoch beziehen sich diese Theorien meist nur darauf, wie das letzte Paradigma erfolgreich gemanagt werden konnte. Aufgrund dessen ist es wichtig, sich das große Ganze vor Auge zu führen, um das eigene Portfolio auf möglichst viele verschiedene Paradigmenwechsel vorzubereiten. Aus den bis hier her genannten Gründen investiert Dalio in sein ausgewogenes All Weather Portfolio, welches trotz der verschiedenen Paradigmenwechsel überwiegend konstant performt und zusätzlich noch in ein pures Alpha-Portfolio, um taktische Timing-Maßnahmen durchführen zu können. Eine detaillierte Erläuterung des All Weather Portfolios sowie einen Backtest findest du hier.

Paradigmenwechsel der letzten 100 Jahre

1920er: Vom Boom zur platzenden Blase

Die 1920er begannen mit einer Rezession und die Märkte spiegelten die negativen Wachstumserwartungen wider. Einer der Gründe war, dass Aktienrenditen deutlich über denen der Anleihen lagen. Nichtsdestotrotz gab es hohes Wirtschaftswachstum, finanziert durch eine schnellsteigende Verschuldung, so dass Aktien in diesem Jahrzehnt sehr gut abschlossen. Zum Ende der 1920er spiegelten die Märkte die Erwartungen des hohen Wirtschaftswachstums wider, was letztendlich in einer Blase endete, welche bekanntermaßen 1929 zum Platzen kam.

1930er: Depression

Die 1930er waren größtenteils das genaue Gegenteil des vorhergehenden Jahrzehnts. Aufgrund der Schuldenkrise, die in Kombination mit einem wirtschaftlichen Abschwung auftrat, kam es zu einer wirtschaftlichen Depression. Aufgrund dessen lockerte die FED die Geldpolitik indem sie die monetäre Verbindung zu Gold auflöste, die Zinsen auf 0% senkte, Geld druckte und den Dollar abwertete. Auf diese Reaktion stieg der Goldpreis stark an, ebenso die Aktien- und Rohstoffpreise. Durch den starken Preisanstieg der Vermögenswerte vergrößerte sich die Schere zwischen Arm und Reich, was zu einem globalen Anstieg von Populismus und Nationalismus führte, wie man es bspw. auch heutzutage sieht. Durch die letztendliche Straffung der Geldpolitik der FED folgte ein wirtschaftlicher Absturz. Zusammenfassend war die Performance des Aktienmarktes während dieses Jahrzehnts schlecht.

1940er: Krieg und Nachkriegszeit

Die Wirtschaft und die Aktienmärkte wurden in diesem Jahrzehnt überwiegend durch den Krieg bestimmt, was vor allem durch das Leihen und Drucken erheblicher Geldbeträge zustande kam. Die Stimulierung des privaten Sektors und des Militärbereichs führte dazu, dass die USA aus dem Sumpf der großen Depression entfliehen konnte. Die Geldpolitik wurde durchweg stimulierend gehalten indem die Zinsen niedrig und die Fiskalpolitik expansiv gestaltet wurde. Dadurch kam es zu einem signifikanten Anstieg in Aktien, Anleihen und Rohstoffen, wobei Rohstoffe vor allem zu Kriegsbeginn und Aktien vor allem am Ende des Jahrzehnts anstiegen.

1950er: Nachkriegserholung

In den 1950er Jahren, nach zwei Jahrzehnten Depression und Krieg, waren die meisten Leute finanziell konservativ und bevorzugten bei der Geldanlage Sicherheit vor Risiko. Da die wirtschaftliche Erholung in der Nachkriegszeit stark voranschritt, entwickelten sich die Aktienmärkte sehr gut. Die Erholung spiegelte sich auch in den Staatsfinanzen wider, da die US Regierung keine defizitäre Politik vorwies, sank die Staatsverschuldung und somit endete das Jahrzehnt in einer finanziell komfortablen Situation.

1960er: Vom Boom zum monetären Pleite

Da sich die Aktienmärkte bis 1966 gut entwickelten, wurde auf eine 15-jährige Periode guter Aktienrenditen zurückgeblickt, was schließlich zu einem bullishen Sentiment führte. Jedoch zügelte die FED ihre Geldpolitik, da die Wirtschaft sowie die Schulden zu schnell wuchsen und gleichzeitig die Inflation stieg. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts wuchsen die Schulden dann schneller als die Einkommen, kombiniert mit einem Anstieg der Inflation führte dies zu einer Rezession am Ende des Jahrzehnts. Gegen Ende der 60er Jahre wurde vor allem das Problem der US-Zahlungsbilanz deutlicher, da die Goldreserven der US Notenbank stark sanken, was letztendlich zu einem Paradigmenwechsel führte, nämlich der Abschaffung des Bretton-Woods Systems.

1970er: Geringes Wachstum und hohe Inflation

Die 1970er wurden mit einem hohen Verschuldungsgrad, einem Zahlungsbilanzproblem und der Abschaffung des Goldstandards 1971 eingeläutet. Dieser Paradigmenwechsel sorgte dafür, dass das Versprechen Geld in Gold umtauschen zu können endgültig gebrochen war und Geld ab jenem Zeitpunkt einfach „gedruckt“ werden konnte. Durch starke Anstiege der Inflation in den Jahren 1970 – 1973 und 1977 – 1980 endete das Jahrzehnt mit sehr hoher Inflation und geringem Wachstum.

1980er: Hohes Wachstum und sinkende Inflation

Dieses Jahrzehnt war geprägt von sinkender Inflation und hohem Wachstum, was dazu führte, dass inflationsgesicherte Vermögenswerte sehr schlecht und Aktien und Anleihen sehr gut abschnitten. Ein weiterer Paradigmenwechsel fand zu Beginn des Jahrzehnts statt, als Paul Volcker, der damalige Präsident der FED, einem deflationären Kurs in der Geldpolitik folgte, welcher in einem wirtschaftlichen Rückgang und einer Schuldenkrise in den Schwellenländern endete. Durch weitere ökonomische Bedingungen entstand ein Mangel an Dollar, was diesen anstiegen ließ und disinflationären Druck erzeugte, der es ermöglichte, die Zinsen bei gelichzeitig starkem Wachstum zu senken. Infolgedessen war dies eine großartige Zeit für disinflationäres Wachstum und hohe Anlageerträge bei Aktien und Anleihen.

1990er: Von der Pleite zur platzenden Blase

Dieses Jahrzehnt begann mit einer Rezession, dem ersten Golfkrieg und der Lockerung der Geldpolitik sowie relativ schnellem schuldenfinanziertem Wachstum und steigenden Aktienkursen; es endete mit der Dotcom-Blase, die der Nifty Fifty-Blase der späten 1960er Jahre sehr ähnlichsah. Diese Dotcom-Blase platzte kurz nach Ende des Jahrzehnts, gleichzeitig gab es die Anschläge vom 11. September, denen sehr teure Kriege im Irak und in Afghanistan folgten.

2000-10: Vom Boom zur platzenden Blase

Die 1920er ähneln diesem Jahrzehnt sehr, da es damals 1929 – 32 wie 2008 – 09 zu einer Schuldenblase kam die anschließend platzte. In beiden Fällen wurden die Zinsen in Richtung 0% manövriert und eine Menge Geld gedruckt. Der Paradigmenwechseln in diesem Jahrzehnt fand während der Finanzkrise statt, als von der FED das Quantitative Easing gestartet wurde. Während des Jahrzehnts hatten Aktien die schlechteste Rendite, wohingegen Gold und T-bonds die besten Investments gewesen wären.

2010 – Heute: „Re-Inflationierung“

Der Paradigmenwechsel, welcher auch der Boden in den Märkten und der Wirtschaft war, erfolgte Ende 2008/Anfang 2009, als Risikoprämien extrem hoch waren, die Zinsen 0% erreichten und die Zentralbanken mit aggressivem Quantitative Easing begannen. In Folge der Geldpolitik stiegen sämtliche Vermögenswerte stark an, was die Risikoprämien und die erwarteten Renditen aller Anlageklassen sinken ließ. Analog zu diesen Mechanismen erfolgte in den Jahren 1932 – 37 ein starker Anstieg mehrerer Anlageklassen. Wie damals sorgte dies für ein Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich. Das Wachstum war langsam, die Inflation blieb niedrig. Aktien erholten sich kontinuierlich, getrieben von weiter fallenden Diskontierungssätzen (z.B. durch Konjunkturprogramme der Zentralbanken), hohen Gewinnmargen und in jüngster Zeit durch Steuersenkungen. Unterdessen trugen die wachsenden Vermögens- und Einkommensunterschiede dazu bei, den Populismus weltweit zu steigern. Heutzutage sind die Anlageklassen relativ hoch bewertet, das Wachstum ist so bemessen, dass es moderat stark bleibt und die Inflation so, dass sie niedrig bleibt.

Die folgenden Grafiken, welche direkt aus dem White Paper von Ray Dalio entnommen wurden, geben einen Überblick über makroökonomische Variablen während der besprochenen Jahrzehnte. Zusätzlich zu den einzelnen Beschreibungen der Paradigmen bzw. Jahrzehnte, sollten die Grafiken einen besseren Überblick über das Zusammenspiel der verschiedenen Variablen und deren Einfluss auf die Renditen verschiedener Anlageklassen haben.



Quelle: Paradigm Shifts – Economic Principles, Ray Dalio.

Ich hoffe diese Zusammenfassung des Artikels konnte ein wenig Klarheit in die Wirkungsweise gewissen Paradigmen schaffen. Im nächsten Artikel gibt es einen Ausblick über den lat Dalio anstehenden Paradigmenwechsel, welcher wie schon in der Vergangenheit, einen signifikanten Einfluss auf die ökonomischen Umweltzustände und somit auf das Portfolio eines Privatanlegers haben wird.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

dein Felix von Portfolio-Architekt

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Eine detaillierte Analyse des All Weather Portfolios von Ray Dalio – Teil 2

Im ersten Teil der Analyse des All Weather Portfolios wurde der Entstehungsprozess etwas detaillierter beschrieben, um die dahinterstehenden ökonomischen Zusammenhänge besser verstehen zu können. Im zweiten Teil wird die Performance des Portfolios etwas genauer untersucht.

Performance des All Weather Portfolios

Bevor das All Weather einem Backtest unterzogen wird, muss die prozentuale Aufteilung der einzelnen Anlageklassen erfolgen. Dabei ist es wichtig dem von Dalio gepriesenen Risk Parity Ansatz zu folgen. Dabei trägt jede Anlageklasse einen gleichen Teil zum Gesamtrisiko des Portfolios bei. Die prozentuale Aufteilung des Portfolios gestaltet sich wie folgt:

Anlageklasse Markt
 30% Aktien 18% S&P 500

3% US Small Caps

6% Foreign Developed (EAFE)

3% Foreign Emering

40% Langlaufende Staatsanleihen 40% US Government Bonds 30 Jahre
15% Inflation-linked Bonds

Alternativ: US Government Bonds 10 Jahre

15% TIPS /

15% US Government Bonds 10 Jahre

7,5% Gold 7,5% Gold
7,5% Rohstoffe 7,5% Rohstoffe

Die folgende Grafik bietet einen Überblick über die Performance aller Assetklassen seit dem Jahr 1975. Dabei wurde die reale Performance, also die Performance nach Inflation, dargestellt:

Das einzelne Zusammenspiel aller Assetklassen in Bezug auf die von Dalio erläuterten Prinzipien verschiedener ökonomischen Umweltzustände ist in der Grafik ersichtlich. Sobald einzelne Anlageklassen schlecht performen, werden sie durch eine sehr gute Performance anderer Assetklassen ausbalanciert. Im Folgenden wird nun die Performance des All Weather Portfolios unter der oben genannten Asset Allokation dargestellt. Dabei wurde das Portfolio mit einem monatlichen Rebalancing getestet, wobei Kosten hier nicht berücksichtigt wurden.

Auf den ersten Blick erscheint die Performance äußerst stabil und robust gegenüber den Umweltzuständen der letzten Jahrzehnte. Im nächsten Schritt werden weitere Performance Metriken wie bspw. der Drawdown aufgezeigt.

Rollierende Renditen bieten einen guten Überblick darüber, wie die Performance zu verschiedenen Zeitpunkten ausgesehen hat. So zeigen 10-jahres rollierende Renditen bspw. die Rendite der letzten zehn Jahre. Das dahinterstehende Prinzip lässt sich am einfachsten mittels eines Beispiels erläutern.

Stellen Sie sich vor Sie haben Ende 2008 in das All Weather Portfolio investiert und das Portfolio zehn Jahre gemanagt. Würden Sie nun die Rendite über diesen 10-jahres Zeitraum wissen wollen, so müssten Sie einfach den Wert aus der obenstehenden Grafik zum Zeitpunkt Ende 2018 ablesen. Selbstverständlich für die 10-jahres rollierenden Renditen. So kann mit Hilfe dieser Grafik ganz einfach bestimmt werden, wie hoch die Rendite zu einem gewissen Einstiegs- bzw. Ausstiegszeitpunkt über einen gewissen Zeitraum gewesen wären. Im Besten Fall befinden sich alle rollierenden Renditen im positiven Bereich, was allerdings so gut wie nie der Fall ist. Da jedoch von einer längeren Haltedauer ausgegangen werden kann, sollten die längeren Haltedauern von 5 und 10 Jahren im optimalen Fall positiv sein. Das All Weather Portfolio bestätigt seine Robustheit über die letzten Jahrzehnte, da die 10-jahres rollierenden Renditen allesamt positiv sind und ein Anleger somit bei einer Haltedauer über mindestens 10 Jahre immer Geld verdient hat.

Grundsätzlich weißt das Portfolio eine stabile Performance auf, sei es im Hinblick auf die Wertentwicklung als auch im Blick auf Risikomaße wie bspw. den Drawdown. Allerdings sollte ein Portfolio immer mit einer bestimmten Benchmark verglichen werden. Die wohl meist verwendete Benchmark ist das sogenannte 60/40 Portfolio, welches 60 Prozent in den S&P500 und 40 Prozent in amerikanische Staatsanleihen investiert. An dieser Stelle lässt sich natürlich darüber diskutieren ob der Vergleich dieses Portfolios nicht einem Vergleich von Äpfeln mit Birnen gleichkommt, jedoch sei der Einfachheit halber der Vergleich dieser beiden Portfolios gestattet. Zusätzlich wird das 60/40 Portfolio noch global diversifiziert, was für einen Anleger in Deutschland eventuell mehr Sinn ergibt als eine reine Investition in den USA. Die Portfolioallokationen sind folgendermaßen gewählt:

60/40 Portfolio Globales 60/40 Portfolio
Aktien 60% S&P500 30% S&P500

20% MSCI EAFE

10% Schwellenländer

Anleihen 40% 10-jährige US Anleihen 20% 10-jährige US Anleihen

20% globale Anleihen

Die Performance der beiden Benchmark Portfolios sieht folgendermaßen aus:

Nun können wir das All Weather Portfolio mit zwei weiteren, äußerst simplen Portfolios vergleichen. Es sei nochmal erwähnt, dass dieser Vergleich lediglich gewählt wurde, da diese Portfolios häufig als Benchmark herangezogen wurden.

Im Hinblick auf reine Performance sieht man, dass das All Weather nicht ganz so gut wie die Benchmarks abschneiden, jedoch ist, wie aus Dalios Erkenntnis hoffentlich sichtbar geworden ist, Performance niemals eindimensional. Das Risko beim Portfolioaufbau sollte stets in den Vordergrund gerückt werden und somit benötigt man eine Kennzahl, die sowohl Risko als auch Rendite gleichermaßen berücksichtigt. Eine solche Kennzahl wäre bspw. die Sharpe-Ratio, welche in der folgenden Tabelle abgetragen ist.

Reale Performance

1975 – 2018

60/40 Global 60/40 All Weather
Rendite (CAGR) 7,86% 7,77% 6,88%
Volatilität 9,75% 9,56% 8,17%
Sharpe-Ratio 0,66 0,67 0,84
Maximaler Drawdown -30,92% -36,68% -19,00%
% Positive Monate 61,55% 62,62% 61,36%

Im Hinblick auf das Risiko ist der klare Gewinner das All Weather Portfolio. Das Zusammenspiel der Assetklassen funktioniert wie von Dalio prognostiziert sehr gut und ein Anleger erhält eine äußerst konstante Performance.

Reale Renditen

1975 – 2018

60/40 Global 60/40 All Weather
1970er 5,03% 7,48% 5,69%
1980er 12,71% 13,79% 11,10%
1990er 12,04% 9,80% 7,52%
2000er 1,18% 2,94% 5,29%
2010er 7,43% 4,68% 4,73%

Berücksichtigung des Wechselkurses

Da ein großer Teil des All Weather Portfolios in Anlageklassen außerhalb des europäischen Währungsraumes investiert werden, stellt sich an dieser Stelle noch die Frage nach der Währungsabsicherung. Grundsätzlich bleibt es jedem Privatanleger selbst überlassen ob er ein Währungshedging für sinnvoll erachtet, wobei an dieser Stelle nicht detaillierter auf Vor- und Nachteile sowie performancetechnische Auswirkungen eingegangen wird.

Die Entwicklung des EUR/USD seit 1975 ist in folgender Grafik abgetragen. Dabei wurde die historische Entwicklung rückwirkend berechnet, da aufgrund der Einführung des Euro im Jahr 2002 keine ausreichende historische Datenlage vorliegt.

Eine Aufwertung des USD gilt als positiv zu sehen, da ein Privatanleger durch den Kauf von US-Anlageklassen zusätzlich an Wertzuwachs profitiert. Er würde somit bei der Liquidierung der einzelnen Positionen und dem anschließenden Rücktausch in Euro mehr Euro bekommen. Dies wird deutlicher an einem einfachen Beispiel:

Angenommen der Wechselkurs betrage 1 $ = 1 € und man würde 100 € in das All Weather Portfolio investieren wollen. Der Startwert in Dollar würde also ebenfalls 100 $ betragen. Nach einem Jahr hätte das Portfolio keinerlei Rendite erzielt, allerdings sei der Wechselkurs bei 1 $ = 1,5 €, d.h. man würde für einen Dollar 1,50 Euro bekommen. Die 100 $ des Portfolios hätten in Euro nun einen Wert von 150 €, was selbstverständlich als Wertzuwachs zu sehen ist.

In der folgenden Grafik wurde angenommen, dass ein Anleger zum Startzeitpunkt im Januar 1975 100 $ in das All Weather Portfolio investiert hätte. Die rote Linie zeigt die Performance ohne Berücksichtigung des Wechselkurses und ist somit identische mit der Performance, welche weiter oben gezeigt wurde. Die dunkelblaue Linie zeigt die Entwicklung unter Berücksichtigung des Wechselkurses bzw. wie viele Euro man zu jedem Zeitpunkt, also bereits nach Rücktausch in Euro erhalten hätte.

Fazit

Das von Ray Dalio entworfene All Weather Portfolio bietet eine sehr robuste Performance in verschiedenen ökonomischen Umweltzuständen. Vor allem unter Risikogesichtspunkten weist das Portfolio sehr gute Kennzahlen aus und stellt somit eine echte Alternative für Privatanleger dar.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

Felix von Portfolio-Architekt

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Eine detaillierte Analyse des All Weather Portfolios von Ray Dalio

Das All Weather Portfolio

Das All Weather Portfolio wurde von Ray Dalio und einigen seiner Mitarbeiter bei Bridgewater Associates, dem weltgrößten Hedgefonds, erstellt. Das Ziel des Portfolios war und ist es eine Asset Allokation zu erstellen, welche unter jeglichen ökonomischen Bedingungen eine gute Performance erzielt.

Als Nixon 1971 die Dollar-Konvertierbarkeit in Gold und somit das Bretton-Woods-System außer Kraft setzte, arbeitete Dalio an der New York Stock Exchange. Der Wert der Währung wurde durch die Bindung an Gold erhalten und durch diesen Bruch, erwartete Dailo, dass die Märkte auf diesen Shock einbrechen würden. Als er am darauffolgenden Montag auf das Handelsparkett lief, sah er genau das Gegenteil. Der Dow Jones stieg um 4 Prozent und auch Gold erfuhr einen Wertzuwachs.  In jenem Moment erkannte Dalio, dass er die Implikationen Nixons Entscheidung falsch interpretiert hatte. Dieses Ereignis prägte ihnund er wurde sich bewusst, dass er der Geschichte der Finanzmärkte nicht nur mehr Aufmerksamkeit schenken, sondern diese regelrecht studieren musste, um gewisse ökonomische Zusammenhänge verstehen zu können.

„Nimmt man eine breitere Perspektive ein, dann zeigte sich, dass Währungsabwertungen im Laufe der Geschichte und in den einzelnen Ländern mehrmals stattgefunden hatten und Ergebnis derselben wesentlichen Dynamik waren, die sich unter verschiedenen Umständen auswirkte. Ray widmete sich dem Verständnis dessen, was er im Laufe der Zeit als „Economic Machine“ bezeichnen würde: die zeitlosen und universellen Beziehungen, die sowohl wirtschaftliche Ergebnisse erklären als sich auch im Laufe der Geschichte wiederholen.“

Diese Erkenntnis, dass einzelne Marktbewegungen in verschiedene Komponenten heruntergebrochen werden können, nimmt in dem Konzept des All Weathers eine zentrale Rolle ein. Mittels dieses Prinzips analysierte er Nixons Entscheidung und kam zu der Erkenntnis, dass sobald Länder eine zu hohe Staatsverschuldung aufweisen und ihnen die Möglichkeit zur weiteren Kreditaufnahme verwehrt wird, sie unter massiven Druck geraten. Um dieser Situation zu entkommen beginnen solche Länder mit dem Drucken von neuem Geld, welches Aktien und Gold im Wert steigen lassen.

Der Gedankengang hinter dem All Weather Portfolio lässt sich recht simpel mittels einer einzigen Frage beantworten: Welches Portfolio würde man halten, das sich unter allen ökonomischen Bedingungen gut entwickeln würde, sei es eine Abwertung oder sonstige Situationen?

Nach einer Jahrzehntelangen Suche kreierten Dalio und weitere Angestellte im Jahr 1996 das All Weather Portfolio.

Der Entdeckungsprozess von All Weather

Ray Dalio gründete Bridgewater 1975 in seinem New Yorker Appartement. Zum damaligen Zeitpunkt handelte er aktiv mit Rohstoffen, Währungen und Kreditinstrumenten, wobei sein ursprüngliches Geschäft mit Bridgewater die Risikoberatung für institutionelle Kunden darstellte. Durch diese Arbeit und die dadurch erlangten Erkenntnisse wie, dass durch die Zerlegung von Rendite in einzelne Treiber ein besseres Verständnis erlangt werden konnte, erarbeitete sich Dalio schnell einen sehr guten Ruf in der Finanzbranche. Gerade die zuletzt genannte Erkenntnis, erwies sich für die Strukturierung des All Weather Portfolios von essenzieller Wichtigkeit. So lässt sich bspw. der Kurs einer Anleihe in einerseits die reale Rendite und andererseits eine Inflationskomponente zerlegen. Die Rendite einer Unternehmensanleihe lässt sich in eine Nominalanleihe zuzüglich eines Credit Spreads zerlegen. Diese Denkweise legte den Grundstein für All Weather, denn wenn Vermögenswerte in verschiedene Einzelteile zerlegt und anschließend zu einem großen Ganzen zusammengefasst werden können, dann könnte dies auch für ein Portfolio gelten.

Zusammenfassend kam Dalio zu dem Schluss, dass jedes Finanzprodukt in folgende Teile zerlegt werden kann:

RENDITE = CASH + BETA + ALPHA

Die Rendite auf Cash wird ausschließlich von einer Zentralbank und nicht vom Anleger kontrolliert und kann sich deutlich nach oben oder unten bewegen. Die Eigenschaften von Betas und Alphas sind unterschiedlich, somit war der erste Schritt die Trennung des Beta von Cash und Alpha.

Das typische institutionelle Portfolio hatte (und hat) rund 60% seines Vermögens in Aktien investiert und damit fast das gesamte Risiko. Der Rest des Geldes wird in Staatsanleihen sowie einige andere kleine Anlagen investiert, die nicht so volatil sind. Dies ist die Art der Vermögensallokation, die viele Anleger zum damaligen Zeitpunkt hielten, und bleibt die grundlegende Empfehlung, an die sich viele Anleger noch halten. Jedoch wusste Dalio und sein Team, dass das Halten von Aktien ein Portfolio äußerst anfällig für einen Wirtschaftsabschwung macht, vor allem für einen deflationärer Art. Ein klassisches Beispiel hierfür wäre die Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929. Im Gegensatz zu Aktien gelten Staatsanleihen in solch einem Umfeld jedoch als eine Art Sicherheitsanker, die einen wunderbaren Schutz bieten. An dieser Stelle war die Idee des All Weather geboren, denn es galt nun nicht mehr vorherzusagen, wann eine deflationäre Krise eintreten würde, sondern nur noch wie man einen geeigneten Ausgleich schaffen könnte:

Anleihen werden in Zeiten einer disinflationären Rezession am besten abschneiden, Aktien werden in Zeiten des Wachstums am besten abschneiden und Bargeld wird am attraktivsten sein, wenn das Geld knapp ist.“

Anders ausgedrückt heißt dies, dass alle Anlageklassen in gewissen Zeiten sehr gut und in anderen sehr schlecht performen. Der Besitz des traditionellen, aktienlastigen Portfolios gleicht daher einer enormen Wette auf Aktien und auf einem grundlegenderen Niveau, einem Wachstum, das über dem erwarteten liegen wird. Um dieses Risiko abzusichern, mussten Aktien mit einer anderen Anlageklasse gepaart werden, die ebenfalls eine positive erwartete Rendite (d.h. ein Beta) aufweist, aber bei fallenden Aktien steigen würde und zwar in etwa gleicher Größenordnung wie der Rückgang der Aktien.

„Vermögenswerte mit geringem Risiko und niedriger Rendite können in Vermögenswerte mit hohem Risiko und hoher Rendite umgewandelt werden.“

Übersetzt man dieses Memo von Dalio in einfachere Worte, so heißt dies, dass wenn man die Rendite pro Risikoeinheit betrachtet, alle Vermögenswerte mehr oder weniger gleich sind. Somit sollte ein Anleger grundsätzlich im Verhältnis zu dem Risiko entschädigt werden, das er eingeht: Je mehr Risiko, desto höher die Rendite.

Im Laufe der Zeit begannen sich Dalios Entdeckungen über die einzelnen Mechanismen wie das Herunterbrechen eines Portfolios in seine Bestandteile oder die Risikoadjustierung von Anlageklassen in Prinzipien zu verfestigen, die immer wieder angewendet werden konnten. Bevor jedoch das finale All Weather entstand bzw. zu einem ausgereiften Konzept heranwuchs, galt es für Dalio Wachstum und Inflation als wichtige Wachstumstreiber zu verstehen.

Die Balance von Wachstum und Inflation

Dalio wusste, dass Aktien und Anleihen sich gegenseitig in Krisen ausgleichen könnten. Er wusste jedoch auch, dass es andere Umweltzustände gab, die sowohl Aktien als auch Anleihen zu einer schlechten Performance zwingen würden, wie bspw. eine steigende Inflation. Nach einiger Recherche fand Dalio heraus, dass das Portfolio mit der besten Performance gegenüber inflationären Schocks ausgeglichen war. Diese Erkenntnis galt nicht nur für inflationäre Schocks, sondern auch für weit extremere Situationen wie bspw. die deutsche Hyperinflation in den 1920er Jahren.

Um allen Umweltzuständen gerecht zu werden, skizzierte Dalio das folgende Diagramm, um die Bandbreite der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu beschreiben, mit denen ein Investor in der Vergangenheit konfrontiert war oder in der Zukunft konfrontiert werden könnte. Der Schlüssel hierbei war es, jedem Szenario ein gleiches Risiko zuzuweisen, um ein ausgewogenes Portfolio zu erhalten.

Dieses Diagramm verband die wichtigsten Prinzipien und wurde zu einer Vorlage für All Weather.

Inflation-Linked Bonds

Inflation-Linked Bonds performen in einem Umfeld steigender Inflation gut, während Aktien und Staatsanleihen dies nicht tun. Damit füllten diese Anleihen eine Diversifikationslücke, die im konventionellen Portfolio bestand (und weiterhin besteht). Viele Anleger halten keine Vermögensklasse die zu Zeiten hoher Inflation gut performt, abgesehen von Rohstoffen, die jedoch meist nur einen marginalen Teil des Portfolios bilden.

Die Anhäufung und Zusammenstellung der von Bridgewater entdeckten Anlagegrundsätze kommen zu einem echten Portfolio zusammen. Die ultimative Asset Allokation bildete die Anlageklassen auf folgende vier Boxen ab, wie in der folgenden Abbildung dargestellt.

Bridgewater hatte durch das jahrelange Studieren der Finanzmärkte gelernt, die Performance einzelner Anlageklassen gewissen Umweltzuständen zuzuordnen. Somit war klar, dass die oben abgetragenen Anlageklassen über die Zeit steigen würden, da so das kapitalistische System nun mal funktioniert.

Das finale All Weather Portfolio

„All Weather entstand aus Bridgewaters Bestreben, den Sinn der Finanzwelt zu verstehen, das Portfolio heute zu halten, das in 20 Jahren einigermaßen gut abschneiden wird unabhängig davon welche Form von Wachstum und Inflation vorherrschen wird. Beim langfristigen Investieren kann man sich nur darauf verlassen, dass (1) das Halten von Vermögenswerten eine Rendite oberhalb von Cash bieten sollte und (2) die Volatilität der Vermögenswerte weitgehend davon abhängt, wie sich die wirtschaftlichen Bedingungen im Vergleich zu den derzeitigen Erwartungen entwickeln.

Das ist es. Alles andere (Renditen von Anlageklassen, Korrelationen oder sogar präzise Volatilitäten) stellen ein Versuch dar, die Zukunft vorherzusagen. Im Wesentlichen kann All Weather auf einer Serviette entworfen werden. Es ist so einfach wie das Halten von vier verschiedenen Portfolios mit jeweils demselben Risiko, von denen jedes in einem bestimmten Umfeld gut abschneidet: wenn (1) die Inflation steigt, (2) die Inflation sinkt, (3) das Wachstum steigt und (4) das Wachstum im Vergleich zu den Erwartungen sinkt.“

Fazit

Durch die Erläuterung der Entwicklung des All Weather Portfolios ist das dahinterstehende Prinzip hoffentlich ein wenig klarer geworden. Dies stellt jedoch nur den ersten Teil der Analyse dar. Im zweiten Teil stelle ich verschiedene Performancemetriken dar und vergleiche das All Weather Portfolio mit einer Benchmark um zu sehen, ob die Performance relativ gesehen ebenfalls sehr gut ist. Desweiteren werde ich noch kurz auf das Währungsrisiko eingehen, da das All Weather hauptsächlich außerhalb des europäischen Währungsraumes investiert.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

dein Felix von Portfolio-Architekt

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CAPM – was ist das?

Der Begriff CAPM dürfte dem versierten Investor schon das ein oder andere Mal über den Weg gelaufen sein. CAPM steht für Capital Asset Pricing Model und ist ein Konstrukt der Kapitalmarkttheorie. Beim CAPM handelt es sich um ein Renditeprognosemodell und es wurde in den 1960er Jahren entwickelt.

Wie funktioniert das CAPM?

Im ersten Schritt werden einige Annahmen getroffen, um die Herleitung und Verwendung des Modells zu garantieren. Eine der wichtigsten Annahmen ist die Existenz des Marktportfolios, welches aus allen Assets besteht. Die Gewichtung einzelner Assets wie bspw. einer einzelnen Aktie im Marktportfolio richtet sich nach dem Marktwert der Aktie, d.h. das Marktportfolio ist marktwertgewichtet.

Von der Capital Market Line (CML) zur Security Market Line (SML)

Aus der Annahme, dass alle Investoren effiziente Portfolios halten, sprich ein Portfolio das bei gegebenem Risiko die maximale Rendite, oder bei gegebener Rendite das minimale Risiko liefert, folgt die Effizienzgerade:

Die horizontale Achse gib das Risiko, gemessen in der Standardabweichung und die vertikale Achse spiegelt die Rendite wieder. Das Marktportfolio ist als roter Punkt eingezeichnet und tangiert den effizienten Rand. Grundsätzlich ist ein effizientes Portfolio auf der eingezeichneten roten Linie zu finden und besteht zu einem bestimmten Prozentsatz aus dem sogenannten risikofreien Zinssatz (Rf) und dem Marktportfolio (M). Je nach Gewichtung wandern wir also auf der roten Linie Richtung Nord-Ost oder Süd-West.

Durch gewisse mathematische Umformungen lässt sich auf Basis der Gleichung der CML nun die Security Market Line, sozusagen das Herz des CAPM, herleiten:

Wie in der Formel und der Grafik ersichtlich, haben wir nun auf der horizontalen Achse nicht mehr bloß die Standardabweichung eines Portfolios, sondern die berühmten Betafaktoren. Im CAPM besteht die zu erwartende Rendite einer Aktie oder eines Portfolios also aus dem risikofreien Zinssatz und dem sogenannten „Risk Premium“. Dieses besteht aus dem Preis des Risikos multipliziert mit der Menge des Risikos.

Beta-Faktor

Der Beta-Faktor gibt, wie eben bereits erwähnt, die Menge des Risikos wider und spiegelt die Sensitivität des Portfolios mit dem Marktportfolio.

Per Definition besitzt das Marktportfolio einen Betafaktor von 1. Sollte nun eine Aktie eine höheren Betafaktor aufweisen, so bewegt sie sich überproportional stark gegenüber dem Markt. Sollte der Markt bspw. um 1% steigen, so würde diese Aktie um mehr als 1% ansteigen. Bei einem Betafaktor kleiner 1 verhält sich dies genauso.

Systematisches und unsystematisches Risiko

Im Zusammenhang mit Risiko liest man immer wieder die Begriffe systematisches und unsystematisches Risiko, welche sich direkt an dieser Stelle aus dem CAPM ableiten lassen. Das systematische Risiko misst wie die Aktie oder ein Portfolio mit dem Markt zusammenhängt bzw. wie hoch der Beitrag des Marktrisikos ist. Das unsystematische Risiko ist unabhängig vom Markt, es stellt sozusagen das individuelle Risiko einer Aktie dar. Beispielsweise könnte ein Verlust des Aktienwerts durch eine Gewinnwarnung eines bestimmten Unternehmens hervorgerufen werden. Dieser Verlust betrifft nur diese spezielle Aktie und hat nichts mit dem Markt zu tun. Die gute Nachricht ist allerdings, dass sich das unsystematische Risiko vollkommen durch Diversifikation eliminieren lässt.

In einer Formel kann man dies so darstellen:

Gesamtrisiko = Systematisches Risiko + unsystematisches Risiko

Wie kann man das CAPM bzw. die Betafaktoren für sich nutzen?

Da das Beta die Sensitivität einer Aktie gegenüber dem Markt angibt, kann man daraus auch das Risiko einer einzelnen Aktie auslesen. Der Markt hat per Definition einen Betafaktor von 1, sollte eine Aktie nun einen Betafaktor >1 haben, so ist diese volatiler und trägt in einem Portfolio mehr zum Gesamtrisiko hinzu als eine Aktie mit einem Beta <1.

Das Beta von Apple beträgt zurzeit laut Yahoo Finance 1,13. Somit ist Apple volatiler als der Gesamtmarkt, der sehr oft durch den S&P500 repräsentiert wird. Vielleicht kann man an der dargestellten Grafik den Effekt des erhöhten Betas ein wenig besser erkennen:

Auf dem Chart sieht man den Verlauf des S&P500 seit Anfang des Jahres. Die blaue abgebildete Linie ist die Kursentwicklung von Apple. Laut der Theorie müssten wir also erkennen, dass Apple proportional stärker als der Markt ansteigt bzw. abfällt, was grundsätzlich auf den ersten Blick der Fall ist.

Eine „Weiterentwicklung“ des CAPM ist die Arbitrage-Pricing Theory, welche die erwartete Rendite durch mehrere Faktoren vorhersagen möchte. Factor-Investing hat in der letzten Zeit deutlich an Popularität gewonnen, deshalb sei an dieser Stelle kurz erwähnt, dass das CAPM ebenfalls ein Spezialfall des sogenannten Factor-Investing ist, wobei der einzige Faktor die Differenz von Marktrendite und risikofreien Zinssatz ist. In einem weiteren Artikel werde ich noch weiter auf die Arbitrage-Pricing Theory und die damit verbundenen Faktoren eingehen.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

dein Felix von Portfolio-Architekt

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4 Statistiken, die dir die Angst vor dem Aktienmarkt nehmen

Das Investieren am Aktienmarkt gleicht teilweise einer Achterbahnfahrt. In der einen Woche geht es noch steil bergauf, nur um in der nächsten direkt wieder bergab zu gehen. Bei diesem ganzen hin und her können einem oft Zweifel kommen, ob der Aktienmarkt doch das richtige Vehikel für den Vermögensaufbau ist, doch diese Angst ist unbegründet. Wir wollen uns nun einmal ein paar Statistiken über den Aktienmarkt zu Gemüte führen, die vor allem für den risikoaversen Investor Balsam für die Seele sein sollen. Dazu schauen wir uns den wohl am meist beobachteten Aktienindex der Welt etwas näher an: den S&P500.

Wir starten mit einer historischen Betrachtung, die bis ins Jahr 1871 (!) zurückgeht:

Auch wenn man es auf diesem Chart überhaupt nicht erkennen kann, aber er reicht wirklich soweit in die Vergangenheit Falls du doch noch Zweifel hast, dann kannst du dir die Daten selbst direkt von der Homepage von Robert Shiller herunterladen und deine eigenen Analysen starten. Wir wollen uns aber im nächsten Schritt das Ganze mal logarithmiert anschauen, da das bei langfristigen Betrachtungen wie dieser sinnvoller ist.

Nun sieht die Entwicklung schon etwas übersichtlicher aus, genauso wollen wir das haben. Jetzt erkennt man auch beispielsweise die Weltwirtschaftskrise von 1929 im Chart, diese war in der nicht-logarithmierten Betrachtung überhaupt nicht ersichtlich.

Ein Blick auf den Chart reicht aus, um zu sehen, dass wir trotz immer wiederkehrender Wirtschaftskrisen nur eine Richtung kennen: nach oben! Doch möchte ich an dieser Stelle nicht vorgreifen, sondern direkt bei den Statistiken weitermachen. Viel Spaß!

1. Seit 1900 haben wir durchschnittlich eine Korrektur pro Jahr erlebt

Marktkorrekturen sind Teil des Systems. Sie kommen und gehen genauso wie die Sonne jeden Morgen aufgeht und abends wieder am Horizont verschwindet. Doch wann reden wir überhaupt von einer Marktkorrektur bzw. wie hoch fielen denn die Korrekturen im Schnitt aus?

Eine durchschnittliche Marktkorrektur, die wir einmal im Jahr miterleben, beträgt durchschnittlich ca. 14 Prozent. Natürlich ist es unangenehm zu sehen, wenn der Portfoliowert sinkt, jedoch sollte man diese jährlich widerkommende Korrektur als Chance sehen, günstig nachzukaufen. Durch einen vorher definierten Investmentplan lässt sich dieses Phänomen ganz einfach durch den dadurch etablierten Automatismus umgehen. Ich habe dir hier mal die höchsten monatlichen Marktkorrekturen seit 1970 in einer Tabelle und einer Grafik dargestellt:

# Datum Korrektur
1 Okt 2008 -20,39%
2 Nov 1987 -12,56%
3 Okt 1987 -12,08%
4 Jul 1974 -11,67%
5 Mai 1970 -11,51%
6 Sep 2001 -11,36%
7 Jul 2002 -10,89%
8 Aug 2011 -10,56%
9 Sep 1974 -10,40%
10 Mär 1980 -9,19%

In einem Monat bis zu 20% zu „verlieren“ ist natürlich in diesem Moment eine hohe psychische Belastung, doch die nächste Statistik nimmt dir hoffentlich die Angst vor einer Marktkorrektur

2. Nicht einmal 20% aller Korrekturen enden in einem Bärenmarkt

In einer Marktkorrektur ist die Verlockung äußerst groß, seine Positionen einfach zu verkaufen und dem womöglich bevorstehenden Abwärtsstrudel zu entgehen. Doch man sollte sich vor Augen halten, dass nicht einmal jede fünfte Marktkorrektur in einen anschließenden Bärenmarkt mündet, in dem die Kurse selbstverständlich weiterfallen. Somit ist die Angst vor dem Bären oft unbegründet und es gilt die Devise der ersten Statistik: Marktkorrekturen als Chancen sehen.

3. Im Schnitt haben sich alle drei bis fünf Jahre Bärenmärkte ereignet

Was passiert denn nun, wenn wir von einem Bullen- in einen Bärenmarkt wechseln? Was sagt die Statistik?

Ganz einfach, die Statistik sagt uns, dass wir in den letzten 100 Jahren insgesamt 34 Bärenmärkte durchleben mussten. In den letzten 60 Jahren waren es glücklicherweise nur 14. Wollen wir das nun etwas statistischer ausdrücken, dann können wir einfach sagen, dass ganz grob alle 5 Jahre ein Bärenmarkt auf uns wartet. Soweit so gut. Wir wissen also das sowohl jährliche Marktkorrekturen als auch Bärenmärkte hin und wieder dazugehören. Doch wie viel verlieren wir denn in einem Bärenmarkt? Naja, durchschnittlich verlieren wir in einem Bärenmarkt ca. 33%. Das ist natürlich eine etwas unschöne Zahl, man stelle sich einmal vor, dass man ca. 1/3 des Depots beim „dahinschmelzen“ beobachten muss. Was uns darüber hinaus auch noch interessieren sollte ist natürlich die Dauer. Müssen wir uns Monate oder gar Jahre lang mit unserem geschrumpften Depotstand abgeben, oder geht der Bärenmarkt doch etwas schneller über die Bühne?

Die Dauer eines Bärenmarktes ist natürlich unterschiedlich: von 45 Tagen bis hin zu zwei Jahren ist alles mit dabei. Im Schnitt können wir von einer Dauer von ca. 1 Jahr ausgehen. Ich habe dir hier einmal ein paar Bärenmärkte und die entsprechende Dauer in Tagen und den Drawdown in einer Tabelle und einer Grafik dargestellt.

Zeitraum Dauer in Tagen Drawdown
1973 – 1974 694 -45,1
1976 – 1978 525 -26,9
1981 – 1982 472 -24,1
1987 101 -33,5
1990 87 -21,2
2000 – 2001 546 -36,8
2002 200 -32,0
2007 – 2009 515 -57,6

4. Nach dem Bären kommt der Bulle

Wir haben im letzten Punkt gesehen, dass uns ein Bärenmarkt psychisch sehr zusetzen kann, vor allem wenn er über einen längeren Zeitraum andauert. Jedoch sollte diese Statistik deine Laune hoffentlich ein wenig heben, denn nach dem Bären kommt immer der Bulle!

In der folgenden Tabelle siehst du einige Tiefstände in Bärenmarkten und die darauffolgende Performance der nächsten 12 Monate:

Tiefstand des S&P500 Anstieg in den folgenden 12 Monaten in %
26. Mai 1970 43,73
3. Oktober 1974 37,96
12. August 1982 59,40
4. Dezember 1987 22,40
21. September 2001 33,73
23. Juli 2002 17,94
9. März 2009 69,49

Ich hoffe diese abschließende Statistik hat dir nun ein wenig die Angst vor dem Aktienmarkt genommen bzw. du hast hoffentlich auch gelernt, dass man mit Hilfe statistischer Analysen das Investieren ein wenig sicherer und ruhiger angehen kann. Falls du jedoch immer noch ein wenig nervös bist, wenn du an den nächsten Bärenmarkt denkst, dann kann dich hoffentlich dieses Zitat von Warren Buffet etwas beruhigen und zusätzlich die nötige psychische Widerstandskraft im nächsten Bärenmarkt verleihen:

„Der Aktienmarkt ist ein Vehikel, um Geld von den Ungeduldigen auf die Geduldigen zu übertragen“

-Warren Buffet

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

Dein Felix von Portfolio-Architekt

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Investieren wie Hedgefonds-Manager – so geht’s!

Bereits in einem älteren Artikel habe ich darüber berichtet, wie man mittels eines Online-Tools sein Portfolio nach selbstauserwählten Hedgefonds ausrichten kann. Bewaffnet mit dem Namen des Hedgefonds-Managers oder des Hedgefonds selbst, muss man diesen einfach in die Suchleiste eingeben und bekommt das aktuelle Portfolio, wie von der SEC berichtet, zu Gesicht.

Allerdings gibt es noch eine etwas schnellere bzw. zeitnahe Möglichkeit zu sehen, welche Aktien von den Hedgefonds-Managern ausgesucht wurden. Es gibt tatsächlich einige Hedgefonds-Manager, die anscheinend offenlegen, welche Aktien sie kaufen bzw. verkaufen. Natürlich gibt es hier ebenfalls eine kleine Verzögerung. Ich habe dir hier mal einen Screenshot aufgenommen, auf welchem man klar erkennen kann wie das Tool funktioniert.

Auf der Seite Gurufocus gibt es eine aktuelle Übersicht über Hedgefonds-Manager, die eine Aktie entweder ge- oder verkauft haben. Dabei bleibt es einem selbst überlassen welchen Zeitraum man einstellt bzw. wie aktuell die Meldungen sein sollen. Im Screenshot siehst du den von mir ausgewählten Zeitraum von 1 Monat. In der roten Markierung am oberen Ende steht eine kurze Erklärung wie oft die Aktienauswahl aktualisiert wird bzw. wie aktuell sie ist.

Theoretisch könnte man natürlich jetzt jeden einzelnen Pick, der einigermaßen aktuell ist, also ca. 1 Monat alt, selbst analysieren und dann eine Investmentscheidung treffen. Falls du also mal nicht wissen solltest was aktuell die nächste beste Aktie sein sollte, dann schau doch mal auf Gurufocus vorbei und lass die Hedgefonds-Manager auf dich wirken.

Tatsächlich gibt es noch ein weiteres Online-Tool, welches sogar fast noch besser ist! Im bereits oben erwähnten Artikel habe ich dir die Plattform Whalewisdom vorgestellt. Allerdings gibt es dort noch ein weiteres cooles Tool, welches ich im letzten Artikel nicht erwähnt habe: Die 13F Heat Map!

Die Heat Map zeigt dir an, was aktuell stark gekauft und was stark verkauft wird. Dabei bezieht sich die Analyse auf 150 Hedgefonds, welche von Whalewisdom auf Basis ihrer Performance selbst ausgewählt werden. So ist laut der aktuellen Heat Map die Aktie DOWDUPONT die meistgekaufte:

Weiter unten auf der Seite findest du noch die genau Beschreibung wie die Heat Map berechnet wird. Schau am besten einfach vorbei und lass das Ganze auf dich wirken – es lohnt sich

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen beiden Online-Tools dein Wochenende, sowie zukünftige Research Tätigkeiten etwas versüßen.

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

Dein Felix von Portfolio-Architekt

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Youtube-Video: ~15 Minuten

Value-at-Risk and Conditional-value-at-Risk in R

Heute zeige ich dir, wie du mittel R in nur ein paar Zeilen Code den VaR und den CVaR für ein gesamtes Aktienportfolio berechnen kannst.

Somit kannst du dein eigenes Portfolio kritisch untersuchen und feststellen, ob dein aktuelles Risiko auch wirklich deinen Präferenzen entspricht.

Schau dir doch einfach mal das Video an und lass mir dein Feedback da. Entweder hier, oder direkt auf Youtube

Mit freundlichen Grüßen und weiterhin ein schwankungsfreies Portfolio,

Dein Felix von Portfolio-Architekt

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